GSA - UMWELTTECHNIK

Neutralisation

...dient zur Senkung des pH-Wertes im Abwasser (von Baustellen). Der pH-Wert wird durch z.B. Beton/Zement erhöht und muss aber in einem gewissen Grenzbereich bleiben, um das Abwasser ohne Gefahr für die Umwelt (Natur und Menschen) abfließen lassen zu können/dürfen.


Einsatzgebiet: Besonders im Schacht- und Tunnelbau ist es keine Seltenheit, dass die anfallenden Bauwässer neutralisiert werden müssen. Durch Kontamination des Bergwassers mit einigen Betoninhaltsstoffen kann sich der pH-Wert erheblich in den basischen Bereich erhöhen.

 

 

~ Beispiele: pH 0 -> Salzsäure; pH 5 -> Bier; pH 6,3 -> Kohlensäure; pH 7 -> reines Wasser; pH 9 -> Seife; pH13 -> Beton/Zement

 

 

Für die Einleitung in einen Vorfluter wird meist ein neutraler pH-Wert vorgeschrieben (Siehe Grundsätzliches). Dieser liegt in der Regel zwischen 6,5pH und 8,5pH. Zur Einhaltung dieser Grenzen muss der pH-Wert bei basischen Abwässern mit Säure abgesenkt werden. Dies geschieht bei der CO2-Neutralisation durch Dosierung von Kohlendioxid, welches in Reaktion mit Wasser unter anderem Kohlensäure bildet -> der pH-Wert sinkt.

 

CO2 + H2O à H2CO3 … Kohlensäure

 

Vorteile gegenüber der Säure-Lauge-Neutralisation

  • keine Übersäuerung des zu neutralisierenden Abwassers
  • geringere Betriebs- und Anschaffungskosten
  • keine längerfristig wirksame Angriffe auf Bauteile, Rohrleitungen und Kanälen durch Sulfate und Chloride
  • keine Aussalzung des Vorfluters
  • keine weitere Bildung halogenierter organischer Verbindungen (CKW, AOX)
  • Kohlensäure ist nicht giftig, unbeschränkte Anwendung in Naturschutzgebieten

 

 

Die Einbringung des CO2-Gases erfolgt mittels Begasungsschlauch oder –Matte, Belüfterelementen, CO2-Reaktor oder „Statischem Mischer“, Venturidüse;